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Nachrichten Unterhaltungselektronik 3D-Fernsehen bleibt auf niedrigem Niveau - wenig Flat-TVs
3D-Fernsehen bleibt auf niedrigem Niveau - wenig Flat-TVs PDF Drucken E-Mail
Nachrichten - Geräte
Mittwoch, den 28. Juli 2010 um 16:56 Uhr

3D-FlatTVmitBrilleDer Markt für 3D-Fernseher kommt nach Einschätzung von Marktforschern auch aufgrund fehlender Filme nur sehr langsam in Schwung. In diesem Jahr werden weltweit voraussichtlich nur 3,4 Millionen taugliche Geräte abgesetzt.

3D-FlatTVmitBrilleDas teilten die Marktforscher von Display Search am Mittwoch mit.  In den USA gab es in der ersten Jahreshälfte lediglich zwei Modelle von Panasonic und Samsung, sagte Display-Search-Analyst Paul Gagnon im kalifornischen Santa Clara. Immerhin: 2014 soll der Absatz 42,9 Millionen Stück erreichen. Der Anteil der 3D-Geräte unter den Flachbildfernsehern steigt nach Angaben der Auguren dann von fünf auf 37 Prozent. Der Elektronikriese Panasonic hatte erst in der letzten Woche zwei neue 3D-fähige Flachbildfernseher angekündigt, die mit Blu-ray-Brenner und Festplatten ausgestattet sind.

Das Angebot an 3D-Fernsehfilmen werde trotz einiger Sport- Angebote im Pay-TV weiter bescheiden bleiben, schätzen die Marktforscher. Zumindest in diesem Jahr sei nicht damit zu rechnen, dass Blockbuster wie der Kinofilm "Avatar" in 3D ins TV kommen. Zudem werde das 3D-Fernsehen von der geringen Verbreitung von Blu-ray- Playern ausgebremst. Ein weiteres ungelöstes Problem sei es, dass auch weiterhin spezielle Brillen erforderlich sind, betonte Gagnon.

Die Einführung einer standardisierten Übertragung dreidimensionaler Signale im Fernsehen kommt aktuell nur kleine Schritte voran. Das DVB-Konsortium veröffentlichte zuletzt eine 20 Punkte umfassende Liste (PDF) von Anforderungen der Sender und Netzbetreiber. Unabhängig davon haben weltweit zahlreiche Sender mit Experimenten begonnen - darunter Sky und ESPN. Viele Settop-Boxen sind grundsätzlich in der Lage, 3D-Bilder zu verarbeiten.

 

Gesundheitliche Probleme mit 3D-Kinofilmen

Millionen Konsumenten haben Schwierigkeiten mit den räumlichen Signalen. Nach Angaben der Gesundheitsorganisation Eyecare Trust sind beispielsweise zwölf Prozent der Briten nicht in der Lage, die beiden individuell gelieferten Bilder im Gehirn zu einem räumlichen Gesamteindruck zusammenzusetzen. Statt dessen sind nur verschwommene Bilder zu sehen, die häufig in Kopfschmerzen oder Übelkeit endeten. Der Unterhaltungselektronikhersteller Sony hatte zuletzt vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei 3D-Bildern gewarnt, auch Samsung fühlte sich zu einem solchen Schritt genötigt.